Der Naturpark Otranto - Santa Maria di Leuca

Der Naturpark „Costa Otranto – Santa Maria di Leuca e Bosco di Tricase“ erstreckt sich über die östlichen Küstengemeinden des Salents zwischen Otranto und Santa Maria di Leuca. Sowohl der Leuchtturm Punta Palascía (der östlichste Punkt Italiens) als auch der Wald von Tricase sind Bestandteil dieses Naturparks, der bis zu den Türmen über das adriatische Meer entlang der Küstenstraße Otranto – Santa Maria di Leuca reicht. Masserien, Steinmauern und antike Behausungen aus Stein durchziehen das Territorium dieses Parks, der zu den geschützten Naturregionen Apuliens und des Salents zählt: Die geschützte Oase der alimnischen Seen, Das Naturreservat Le Cesine, Der Naturpark Porto Selvaggio e Palude del Capitano. Die Isola di Sant’Andrea. Das geschützte Naturreservat „Costa Otranto – Santa Maria di Leuca e Bosco di Tricase“ wurde von der Region Puglia im Jahr 2006 mit dem Ziel des Schutzes von Flora, Fauna und des historisch-architektonischen Erbes instituiert. Besonders auch der Bestand an alter ruraler Architektur -Trullis, Pajare, Lammie, Steinmauern und Masserien wurde unter Schutz gestellt. Durch die vielen Kliffe und zerklüfteten Steilwände aus Kalk zur Küste hin ist diese Gegend auch von besonderem landschaftlichem Wert. Im Südosten ist der Einfluss des Scirocco (Süd-Ost Wind mit hohem Anteil an Luftfeuchtigkeit) Grund für besondere mikroklimatische Bedingungen mit heiß-feuchtem Klima. In pflanzlicher Hinsicht ist besonders die Präsenz von trans-adreatischen Spezies hervorzuheben: Leucesische Kornblumen und Steinkräuter, apulische Glockenblumen, Meerträubel sowie narbonensische Wicken. Die Fauna des Parks ist reich an zahlreichen Nestbauern: Brachpieper, Kalanderlerchen, Lerchen, Wanderfalken, Eleonorenfalken bevölkern die Lüfte. Der Park ist außerdem einer der letzten Orte der von der stark bedrohten Mittelmeer-Mönchsrobbe, des seltensten Exemplars in ganz Europa, bevölkert wird. In vielen Grotten wurden fossile Überreste und andere Spuren einer ehemaligen Präsenz des paläo- und neolithischen Menschen gefunden, so zum Beispiel in der Grotta dei Cervi, Romanelli und Zinzulusa.

Die touristischen Strukturen sind überschaubar geblieben, und der Park wurde bis heute vom Massentourismus verschont. So wie in weiten Teilen Apuliens und des Salents besteh das Gros der touristischen Infrastruktur aus Agriturismen und familiengeführten Bed&Breakfast – zumeist Masserien und Landhäuser.

Der regionale Naturpark „Costa Otranto – Santa Maria di Leuca e Bosco di Tricase“ wurde auf Basis des Regionalgesetzes L.R. Nummer 30, Region Puglia vom 26/10/2006 unter Naturschutz gestellt.

 

 
 
Masseria Uccio B&B © 2008 (Bed & Breakfast auf dem Agriturismo) Otranto Santa Maria di Leuca - Salento - Apulien
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