Der Salento

Der Salento, unterster Teil des apulischen „Stiefelabsatzes“ und auch als „Land der zwei Meere“ bekannt, wird im Osten vom adriatischen Meer (auf dessen felsigen und zerklüfteten Küsten die historischen Städte Otranto, Santa Cesarea Terme, Castro Marina und Tricase Porto gegründet wurden) und im Westen vom Ionischen Meer umspült (dessen Sandstrände sich von Santa Maria di Leuca über Gallipoli und Ugento bis Porto Cesarea hinziehen).

Der Salento hat viele Gesichter: blendende Sonne, kristallines Meer, wilde Natur, Landleben, Geschichte, Kultur und Traditionen; Alles in diesem Eck Apuliens scheint aus Stein entstanden zu sein, von den typischen Unterkünften und Einfriedungen, Zeugen eines bis heute weitergegebenen Kulturwissens im Bauerntum, bis zu Türmen, Schlössern und Kathedralen der Städte des Salento.

In Spaziergängen auf dem engen Netz von Güterwegen der einzelnen Landgütern Apuliens faszinieren die scheinbar endlosen Olivenhaine, trullis, pajaren, Herrenhäuser (lammie) und antike Masserien als Beispiele einer einzigartigen ruralen Architektur. In den Orten des apulischen Hinterlands findet man zwischen engen und gewundenen Gassen der Altstädte basilikanische Krypta, unterirdische Ölmühlen, byzantinische Kirchen und mittelalterliche Schlösser, Zeitzeugen der diversen Herrschaften die im Lauf der Jahrhunderte über dieses Land der Seefahrer ausgeübt wurden.

Die südlichste Provinz und Barockhauptstadt Apuliens, Lecce, präsentiert sich wie eine Schaubühne aus Stein. Die Fassaden der prächtigen Kirchen Lecces, sowie jegliche Balkone, Portale, Säulen sowie Mosaike der traumhaften Paläste dieser Stadt sind zur Gänze aus lokalem Stein (pietra leccese) geschaffen. Zwischen den Gässchen der Altstadt Lecces und den Ortschaften ihrer Provinz existieren zahlreiche Werkstätten und Schauläden des lokalen Handwerks, in dem bis heute die antiken Techniken der Bearbeitung von Stein, Holz, Schmiedeeisen, Pappmaché, Keramik und Terrakotta angewandt werden.

Besonders im Sommer, wenn die Ortschaften des Salento ihre Tore für Besucher geöffnet haben, kann man bei unzähligen Dorffesten lokale Produkte verköstigen und dem Sound des lecceser Tamburellos zuhören, zu dem auch die Pizzica getanzt wird, deren Ursprünge auf die Kultur des lokalen Bauerntums zurückgehen.

 

 
 
Masseria Uccio B&B © 2008 (Bed & Breakfast auf dem Agriturismo) Otranto Santa Maria di Leuca - Salento - Apulien
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